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AKTUELL


Verdoppelung bis Verdreifachung des LKW-Transitverkehrs? - Nicht mit uns!
Eine Interpellation von Kantonsräten der Amtei Thal-Gäu stellte der Regierung verschieden Fragen zum Thema LKW-Transitverkehr durchs Thal. So wurde gefragt, welche flankierenden Massnahmen gegen die befürchtete Zunahme ergriffen werden.
Die Antwort ist ernüchternd – es zeigt sich, dass die Solothurner Regierung die Befürchtungen der Thaler Bevölkerung ignoriert. Es sind weder Massnahmen vorgesehen, noch werden solche zum momentanen Zeitpunkt überhaupt geprüft. Die Regierung sieht keinerlei Handlungsbedarf und betrachtet die prognostizierte Zunahme des Transitverkehrs als nicht dramatisch. Und dies, obwohl allen klar ist, dass dieser Transitverkehr eigentlich auf die Autobahn und nicht durch einen Naturpark gehört. Die Bürgerinitiative «Läbigi Klus» befürchtet, dass die Idee des Naturparks damit ad absurdum geführt wird, da die Lebensqualität im Thal durch den zunehmenden Verkehr massiv verschlechtert wird. Und «Läbigi Klus» sieht sich auch im Engagement gegen die Umfahrung Klus bestätigt – denn jede Kapazitätserweiterung würde noch zusätzlichen Verkehr generieren. Darum wird sich die Bürgerinitiative «Läbigi Klus» zusammen mit der Thaler Bevölkerung noch vehementer gegen diese geplante Umfahrung Klus einsetzen.
PDF: Medienmitteilung vom 21. März 2007

PDF: Antwort des Solothurner Regierungsrats zur Interpellation

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Berichte im Regionaljournal des Radio DRS zum Thema LKW-Transit durchs Thal:
In zwei Jahren schon donnern die Lastwagen durch den Bezirk Thal
Wenn die Autobahn Transjurane zwischen Boncourt und Biel eröffnet wird, dann geht auch die Lastwagenschleuse im solothurnischen Thal auf. Zwischen Moutier und Balsthal wird es zu einer Lastwagenflut kommen, so wie es die Kritiker der umstrittenen Umfahrung Klus schon lange monierten und drum auch ein Lastwagenfahrverbot fordern. Nun winkt der Kanton Solothurn aber ab und legt noch einen drauf: Die Thalstrasse wird nämlich zur schweizerischen Hauptstrasse und als solche zur Transitachse. Hören Sie hier den Bericht von Jakob Fuchs.
Zum hören: Beitrag Regionaljournal DRS vom 19. Oktober 2006
Ein weiterer Beitrag dazu wurde morgens am 20. Oktober gesendet. Unter anderem äusserte dabei auch Stefan Winistörfer, Gemeindepräsident von Matzendorf, seine Bedenken. Langsam scheinen die Gemeinden im Thal zu erwachen und die Gefahr zu erkennen, welche von der zu erwartenden Lastwagenflut ausgeht. Nun ist konkretes Handeln gefordert!

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Rückblick auf den 30. September 2006:
Erfolgreiches Open-Air "STOPP LKW-TRANSIT DURCHS THAL"
Der erste grosse Event, den die Bürgerinitiative zusammen mit der Alpeninitiative organisierte, ging äusserst erfolgreich über die Bühne. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher setzten mit ihrer Präsenz ein deutliches Zeichen gegen den zunehmenden LKW-Transitverkehr sowie gegen die Umfahrung Klus.
Berichterstattung OltnerTagblatt vom 3. Oktober 2006
Berichterstattung Solothurner Tagblatt vom 2. Oktober 2006
Ankündigung im Solothurner Tagblatt vom 15. September 2006

Fotos vom Open-Air:









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Fragwürdige Äusserungen des Leiters Verkehrstechnik der Kapo Solothurn
An einer CVP-Veranstaltung in Oensingen prophezeihte Herbert Ris, Leiter Verkehrstechnik der Solothurner Kantonspolizei, nach der Eröffnung der Autobahn A16 erheblich mehr LKW-Transitverkehr durchs Thal. Und er meinte, dass die Umfahrung Klus deshalb ein wichtiges Thema sei.
Wir von der Bürgerinitiative «Läbigi Klus» wehren uns dagegen, dass die Umfahrung Klus als Lösung für das Transitproblem propagiert wird. Im Gegentei: Die Umfahrung würde ein weiteres Nadelöhr öffnen und daher für den Transitverkehr noch attraktiver. Die Leidtragenden wären die Gemeinden im Thal, inbesondere Laupersdorf, Matzendorf und Welchenrohr. Inbesondere für die Schulwege würde dieser zusätzliche LKW-Verkehr eine grosse zusätzliche Gefahr darstellen. Wir fordern die Thaler Gemeinden und die Bevölkerung auf, sich gegen eine solche drohende Lastwagenflut zu wehren. Denn der Transit-Schwerverkehr ist kein Naturgesetz. Wenn wir uns gemeinsam einsetzen, finden wir nachhaltigere, sinnvollere und sogar günstigere Lösungen als zusätzliche Strassen!
Medienmitteilung vom 24. Juni 2006

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Über 50 Einsprachen gegen die Umfahrung Klus
Gegen die Umfahrung Klus gibt es breiten Widerstand. Gemäss unseren vorliegenden Informationen werden bis zum Ablauf der Einsprachefrist vom 4. Oktober beim Kanton mindestens 50 Einsprachen eingerecht. Dies sind sogar deutlich mehr als beim ersten Umfahrungsprojekt von 1995! Anwohner, Gewerbe und Umweltorganisationen wehren sich damit gegen das vorliegende, unsinnige Projekt.
Die Bürgerinitiative «Läbigi Klus» fordert nun angesichts dieses breiten Widerstands die Kantonsbehörden zur Neubeurteilung der Situation auf. Die Verkehrsprobleme in der Klus sollten ganzheitlich angegangen werden. Denn die Umfahrung Klus widerspricht auch den Zielsetzungen und Massnahmen aus dem Legislaturplan 2005-2009 der Solothurner Regierung. Darin heisst es wörtlich: «Öffentlicher Verkehr ausbauen und optimieren: Erhöhung des ÖV-Anteils gegenüber dem Ausgangswert der Volkszählung 2000». Mit der geplanten Umfahrung Klus und den entsprechenden Investitionen in den Strassenverkehr werden diese Zielsetzungen missachtet. Um die Legislaturziele zu erreichen, müssten in diesem Fall die Verbindungen im regionalen Bahnverkehr optimiert werden.
Das Bipperlisi (asm-Strecke Solothurn-Niederbipp-Langenthal) soll beispielsweise bis Oensingen anstatt nur bis Niederbipp verkehren – damit würde eine Lücke im aktuellen Bahnnetz endlich geschlossen.
Zum hören: Beitrag Nachrichten Radio32 vom 3. Oktober 2005
Medienmitteilung vom 3. Oktober 2005

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«Läbigi Klus» sorgt dafür, dass die Tier- und Pflanzenwelt nicht unter die Räder kommt:
Das Projekt Umfahrung Klus bedroht geschützte Tier- und Pflanzenarten! Dies bestätigt der Expertenbericht, den «Läbigi Klus» heute veröffentlichte. So wachsen genau auf der Linienführung der Umfahrungsstrasse zwei verschiedene Orchideenarten, die beide geschützt sind. Das Gebiet ist auch Lebensraum für einen vom Aussterben bedrohten Schmetterling und für eine Libelle, die ebenfalls auf der Roten Liste geführt wird.
«Läbig Klus» kritisiert daher den Umweltverträglichkeitsbericht (UVB) der Projektauflage. Auf das Thema «Flora und Fauna» geht der UVB nicht vertieft ein – und das betroffene Gelände wurde anscheinend nicht einmal mit einer neuen Feldbegehung beurteilt. Der Bericht verweist lediglich auf zehn Jahre alte Unterlagen. «Läbigi Klus» fordert nun einen neuen UVB zur «Flora und Fauna» und eine Projektanpassung. Die öffentliche Projektauflage des Kantons erfolgt in einigen Tagen.
Medienmitteilung vom 29. August 2005
Experten-Bericht zu Flora und Fauna im betroffenen Gebiet

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Ausführlicher Beitrag in der Zeitschrift «Natur+Mensch» vom August 2005:
Im August ist von uns ein Beitrag zum Thema «Umfahrung Klus» in der Zeitschrift «Natur+Mensch» vom Rheinaubund (Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Natur und Heimat) erschienen. Der Rheinabund setzt sich seit 1960 für verschiedene Bereiche im Naturschutz ein.
Link zur Organisation: Rheinaubund
Beitrag in der Zeitschrift «Natur+Mensch»

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Artikel zu Vereinsgründung in der Solothurner Zeitung vom 16. Juli 2005:
Widerstand gegen Kluser Umfahrung
Balsthal
Bürgerinitiative «Läbigi Klus» gegründet
In Balsthal wurde dieser Tage der Verein «Läbigi Klus» gegründet. Ins Leben gerufen wurde der Verein von Privatpersonen aus der Region. Die Bürgerinitiative lehne das neue Projekt der Umfahrung Klus in der vorliegenden Variante ab und werde sich aktiv dagegen einsetzen, lässt der Verein verlauten. Erste Schätzungen für die Umfahrung Klus, deren Projektauflage für Mitte August geplant sei, gingen von Kosten in der Höhe von 30 Millionen Franken aus. Die jüngsten Erfahrungen aus den Umfahrungen Olten und Solothurn zeigten, dass der Bau das Budget noch deutlich überschreiten könnte, betont der Verein «Läbigi Klus».
Die geplante Streckenführung halte ferner einem neutralen Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht stand. Weiter befürchtet der Verein «Läbigi Klus» durch die erhöhte Kapazität eine verstärkte Zunahme des LKW-Transitverkehrs, welcher die Erholungsregion und den Wohn- und Arbeitsraum Thal weiter negativ belasten würde. Deshalb will der Verein die Mobilitätsfrage in der Klus denn auch ganzheitlich angehen und Alternativen zur geplanten Umfahrung Klus aufzeigen. Die bestehenden Infrastrukturen – Strassen und öffentlicher Verkehr – müssten besser genutzt werden, um die verschiedenen Verkehrsträger optimal miteinander kombinieren zu können. Der Verein «Läbigi Klus» fordert für den Transit- und Freizeitverkehr wirksame Massnahmen, damit dieser nicht weiter anwachse. In diesem Sinn wolle der Verein bei der Suche nach modernen und zukunftsweisenden Lösungen auch als Informationsplattform dienen.
Vereinspräsident ist Fabian Müller – er ist seit einem Jahr Gemeinderat in Balsthal und Vizepräsident der SP Kanton Solothurn. Interessierte private und juristische Personen, welche die Ziele des Vereins unterstützen, können bei «Läbigi Klus» Mitglied werden.

Zum hören: Beitrag Nachrichten Radio32 vom 8. Juli 2005

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Ausgangslage

Das Städtchen Klus wird täglich von rund 20'000 Fahrzeugen durchfahren. Die Lebensqualität in der Klus leidet dadurch.
Der Kantonsrat hat 1989 ein Postulat überwiesen, welches die «Projektierung und Realisierung einer Umfahrung für das Städtchen Klus» verlangt. Nach einigen Jahren Arbeit kristallisierte sich eine Lösung heraus, welche das Wohngebiet der Klus zwischen dem alten Direktionshaus der von Roll AG und der Thalbrücke mit einer neuen, dem Hang entlang führenden Strasse umfährt (Variante «Hang kurz»).
Innert der Auflagefrist (Ende 1995) gingen gegen den Erschliessungsplan 8 Einsprachen und gegen das Rodungsgesuch 1 Einsprache ein. Darunter waren die Einwohnergemeinde Balsthal, fünf Einzelpersonen und zwei Umweltverbände.
Danach wurde das Projekt «Umfahrung Klus» für längere Zeit vom Kanton auf Eis gelegt, bis im Jahr 2002 eine Arbeitsgruppe einberufen wurde, die den vorhandenen Erschliessungsplan überprüfen und mögliche neue Varianten diskutieren sollte.
Trotz diesen Vorgaben wurde letztlich nach zwei Jahren Arbeit an der «Variante Kurz» mit nur wenigen Änderungen festgehalten. Im August 2005 soll voraussichtlich das neue Projekt aufgelegt werden.

Wo ist überhaupt die Klus bei Balsthal? => Kartenübersicht

Für Ortskundige: Planungsperimeter der Umfahrung Klus

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Bilder von der Klus bei Balsthal

Bitte folgende Zeilen anklicken:

Blick auf das Städtchen Klus und «Alt-Falkenstein»

Sicht auf den Augstbach, in der Mitte des Bildes die Station Thalbrücke

«Alt-Falkenstein»

Bahnhof Klus

Dieser Strassenabschnitt würde mit dem Projekt umfahren

Die markanten Felsformationen in der Klus, vorne die Häuser des Guntenfluh-Quartiers

An dieser Stelle würde der Augstbach auf über 80 Metern komplett zugedeckt

Das Strassentrassee würde hier in mehreren Metern Höhe links des Feldwegs entlang führen

Dieser eindrückliche Felsvorsprung müsste abgetragen werden

Quer über dieses Bild hindurch (hinter dem Haus), führt die Umfahrung Klus zum Kreisel Thalbrücke

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Lösungsansätze

Teil der Lösung werden statt Teil des Problems bleiben!

Der öffentliche Verkehr mit den Umsteigezeiten in Oensingen und Balsthal ist bereits heute langsamer als der private Verkehr. Wenn die Fahrt durch die Klus zusätzlich beschleunigt wird – so wie dies beabsichtigt ist – verliert der öffentliche Verkehr weiter an Attraktivität. Dies kann nicht das Ziel einer umfassenden Verkehrpolitik sein.

Ziel einer umfassenden Mobilitätsstrategie ist es, die bestehenden Infrastrukturen besser zu nutzen und die verschiedenen Verkehrsträger optimal miteinander zu kombinieren. Damit kann der tägliche Durchgangsverkehr reduziert werden, was die millionenschwere Umfahrungsstrasse überflüssig macht. Solange dieses Potential nicht ausgeschöpft ist, bleibt das geplante Projekt wirtschaftlich und ökologisch unverantwortlich und nicht nachvollziehbar.

Eine kluge Mobilitätsplanung bedeutet zum Beispiel:
• Förderung von Fahrgemeinschaften
• Förderung des öffentlichen Verkehrs (inkl. besserer Anbindung an die Industriezonen im Gäu)
• Direkte Bahnverbindung Balsthal–Solothurn bzw. Balsthal-Olten
• Variante Roadpricing (z.B. für Thaler Bevölkerung frei benutzbar, kostenverursachender Transitverkehr gebührenpflichtig – Variante «Road-Pricing» benötigt eine Verfassungsänderung der Eidgenossenschaft oder aber eine Ausnahmebewilligung der Bundesversammlung. Wenn sich die Gemeinde- und Kantonsbehörden sich geeint dafür einsetzen, ist diese nicht undenkbar.)
Mit solchen und weiteren Ideen kann dem Problem effizienter und kostengünstiger begegnet werden.

Aktuelles Beispiel für den ungenügenden Ausbau des öffentlichen Verkehrs: Das Fehlen von raschen Anschlüssen in Oensingen auf die Regionalzüge Richtung Olten und Solothurn ist ein Mangel. Damit wird der öffentliche Verkehr weniger attraktiv und das Verkehrsproblem auf der Strasse noch verstärkt. Wer täglich mit dem öV zur Arbeit geht und auf den Regionalzug angewiesen ist, verliert alleine für Wartezeiten beim Umsteigen täglich fast eine halbe Stunde. Mit diesen lückenhaften Verbindungen wird sich diese Person fürs Auto entscheiden. Wenn der private Individualverkehr auf der Strasse reduziert werden soll (insbesondere der Pendlerverkehr!), so sind attraktive und rasche Verbindungen im öffentlichen Verkehr zwingend erforderlich. Nur schon für einen Teil der 30 Millionen Franken, welche für die paar hundert Meter Umfahrungsstrasse vorgesehen sind, wäre ein wesentlich attraktiveres öffentliches Verkehrsnetz im Thal realisierbar.

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